Der Klang der Stradivari
Vier gute Musiker machen noch kein gutes Quartett. Das stellt Astrid Thompson (Valérie Donzelli) schmerzhaft fest, als sie die virtuosen Solisten Lise, George (Mathieu Spinosi), Peter (Daniel Garlitsky) und Apolline (Emma Ravier) engagiert, um einen großen Traum ihres verstorbenen Vaters Wirklichkeit werden zu lassen. Der wollte für ein Konzert vier weltberühmte Stradivari zusammenzubringen, um mit diesem Ereignis für internationale Aufmerksamkeit zu sorgen und Musikgeschichte zu schreiben. Doch Harmonie findet nur auf dem Notenpapier statt. Unterschiedliche künstlerische Auffassungen, starke Egos, alte Rivalitäten und neue Eitelkeiten sorgen für Daueralarm in der wunderschönen Villa, die das Quartett in der Findungsphase für die Proben zur Verfügung gestellt bekam. Die Proben werden torpediert, die Nerven strapaziert, die Lage spitzt sich zu. Der Traum scheint zu platzen. Astrid, zunehmend verzweifelt, bittet den Komponisten der Partitur, Charlie Beaumont (Frédéric Pierrot), um Hilfe, scheint er mit seiner musikalischen Autorität doch der einzige Mensch zu sein, der die vier Einzelkämpfer eventuell befrieden kann, um die Klänge der Stradivaris zu vereinen.
Regisseur Grégory Magne inszeniert eine subtile, federleichte Komödie über menschliches Zusammenspiel beim Konzert wie im Leben. Dafür vereint er ein herausragendes Schauspiel- und Musiker-Ensemble. Grégoire Hetzels maßgeschneiderte Partitur schmeichelt sich unaufdringlich in die Bilder ein und gibt dem Film seinen leisen, melancholischen Unterton.
Grit Dora
Buch: Grégory Magne, Haroun
Regie: Grégory Magne
Darsteller: Valérie Donzelli, Frédéric Pierrot, Mathieu Spinosi, Emma Ravier, Daniel Garlitsky, Marie Vialle, Valentin Pradier, Nicolas Bridet, François Ettori
Kamera: Pierre Cottereau
Musik: Grégoire Hetzel
Produktion: Les Films Velvet, Baxter Films
Bundesstart: 06.08.2026
Start in Dresden: 06.08.2026