Der letzte Exorzismus 2

Horror, USA 2013, 89 min

Der letzte Exorzismus Part 2. Schon der Name ist vollkommen absurd. Wie viele letzte Exorzismen wird es denn geben? Teil eins »The Last Exorcism« lief gut an den Kinokassen, er überzeugte. Das ist wahrscheinlich der Grund, wieso sie die arme Nell Sweetzer (Ashley Bell) nicht in Ruhe lassen und ihr schon wieder, oder immer noch, den Dämon auf den Leib schicken. Also ich würde mich ja beschweren.
Part 2, mit dem schönen Untertitel »The Beginning of the End«, setzt also direkt an Teil eins an, lässt Nell jedoch im Dunkeln stehen. Völlig ohne Erinnerung an das, was mit ihr oder ihren toten Familienmitgliedern passiert ist, wacht sie im Wald auf. Sie zieht kurzerhand in ein Frauenhaus und versucht mit Hilfe des Therapeuten Frank Merle (Muse Watson) ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Ganz schön taff die Kleine, nach all dem, was sie durchstehen musste. Natürlich verliebt sie sich auch direkt (man hat ja nichts anderes im Kopf als Liebe, nachdem man von einem Dämon besessen war und ein Dämonenbaby zur Welt bringen sollte) in den Nachbarjungen Chris (Spencer Treat Clark). Sollte Part 2 etwa das Happy End darstellen, das uns allen in Teil 1 fehlte? Nein, bestimmt nicht, denn wie der Name des Films schon vermuten lässt, waren die Exorzisten nicht erfolgreich und Onkel Dämon ist immer noch da, um Nell das Leben schwer zu machen. Nur dieses Mal auf eine neue und andere Art und Weise. Ebenfalls ablesbar am Untertitel ist die Zukunftsvision eines dritten Teils. Juchei, auf Exorzismus-Filme!
Regie führte Ed Gass-Donnelly (»Small Twon Murder Songs«) und auf dem Produzentenstuhl saß zum zweiten Mal Eli Roth (»Inglourious Basterds«). Dieses Mal bekam der Film - im Gegensatz zum Vorgänger - in den USA keine Jugendfreigabe. Roth erklärte dazu, dass der zweite Teil im Vergleich zum ersten Film um einiges härter werden solle und den „wahren Horror“ zeigen werde. Lassen wir uns also überraschen von »The Endless Exorcism«.
Anne
Anne