Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

Action, USA 2012, 98 min

Man, man, man, kaum zu glauben! Jetzt wird nun schon seit 25 Jahren langsam gestorben und der Genosse Erich Honecker hatte damals noch ein Jahr das Amt des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland und Staatsratsvorsitzenden der Deutschen Demokratischen Republik inne, als unser Bruce Willis mit zarten 33 erstmals den John McClane gab. Der einzige, der dann auch wirklich langsam hard gedied ist, war der Erich selbst. Alle anderen Kontrahenten McClanes hatten es meist rasch hinter sich. Mensch, wenn das der Honni gewusst hätte, dass Part Fünf nun nicht etwa in Bad Muskau sondern in Moskau spielt, jetzt, wo der KGB seit 14 Jahren wieder an der Macht ist, in Deutschland eine FDJ-Sekretärin regiert und uns von hinten durch die kalte Küche zum totalen Sozialismus führt. Ja, ja, auch wenn man das nicht gedacht hätte und einige das nicht wahr haben wollen, der Erich war schon kein Dummer, als er 89 den legendären Sozispruch „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“ zum Besten gab. Im hier vorliegenden Falle kann man diesen munteren Reim auch gut und gern in abgewandelter Form auf Herrn McClane münzen. Da die Presse-DVD bei Herrn Becker vom Zollamt Dresden auf der Hartmut-Dost-Straße gelandet war, blieb mir keine Zeit mehr, das Werk im Vorfeld bei Bier und Knusperwerk umfassend zu begutachten, so dass ich mich für diesen Artikel nur an die Key datas halten kann. So, nachdem in Teil 4 plötzlich eine Tochter aufgetaucht war, gibt es nun Indianer Jones like einen Sohn. Aus welchen Gründen auch immer ist sein hupsdibups und hast du nicht gesehen aufgetauchter Sohn Jack (Jai Courtney) in Moskau in Schwierigkeiten und sitzt dort im Gefängnis. John reist sogleich in die russische Hauptstadt, um bei den zuständigen Organen etwas Milde zu erbitten. Doch dort muss er feststellen, dass hier außer Wodkaflaschen etwas nicht ganz rund läuft. Ratatazong ist der Herr Sohn aus dem Knast geholt, der irgendwie noch Sebastian Koch als Herrn Komorov an der Backe hat, dessen Rolle und Funktion mir aber ob der wenigen Informationen nicht ganz klar ist. Dem Komorov trachten die dort ansässigen Schweinebacken nach dem Leben, und überhaupt soll es diverse tektonische Machtverschiebungen im russischen Macht- und Staatsgefüge geben. Da pufft und knufft es und Bruno blutet zum fünften male sein Unterhemd ein, dass es nur so seine helle Freude hat. Im Übrigen, wenn man den Film mit der instrumentalen Version von „Bad Sign, Good Sign“ unterlegt und Bruce Willis gegen Daniel Graig eintauscht, würde das nicht im Geringsten auffallen. Nun lassen wir aber alles so, wie es ist und erfreuen uns an Bruce Willis’ in feingerippter Eigenhaut.
Ray van Zeschau (Le Frog Underwear Wearer)

Buch: Skip Woods

Regie: John H. Moore

Darsteller: Bruce Willis, Jai Courtney, Amaury Nolasco, Cole Hauser, Sebastian Koch, Julia Snigir, Anne Vyalitsyna, Iván Kamarás

Kamera: Jonathan Sela

Musik: Marco Beltrami

Bundesstart: 14.02.2013

Start in Dresden: 14.02.2013

FSK: ab 16 Jahren