Parker

Thriller, USA 2012, 118 min

Autor Donald E. Westlake hat zwischen 1962 und 2008 rund 24 »Parker« Romane verfasst. Allesamt sind auf Papier gebannte Rachefantasien. Acht davon wurden bereits verfilmt und lieferten uns unter Anderem »Point Blank«, »Payback - Zahltag« und »Made in USA«. In diesen versuchten die jeweiligen Regisseure meist dem Szenario etwas Größeres abzuverlangen, als es zu bieten hat. Nicht so Taylor Hackford. Nachdem wir dank ihm schon »Ray« und »Im Auftrag der Teufels« genießen durften, hält er sich weit mehr an die Romanvorlage. »Parker« widmet sich direkt und ehrlich einer einzigen Sache: Rache. Und wer kann sich am beeindruckendsten und vor allem schlagkräftigsten rächen? Richtig, Jason Statham! Dieser spielt mit/in »Parker« einen hauptberuflichen Verbrecher, der nach strengen Prinzipien handelt und kein Problem damit hat, Leute, die sich diesen Regeln nicht beugen, von ihrem Leben zu befreien. Sein neuer Schwiegervater (Nick Nolte) versorgt Parker mit einem Job. Ein Volksfest soll überfallen werden und alles läuft nach Plan. Doch auf der Flucht möchte sein neuer Komplize, statt die Beute aufzuteilen, sie lieber in einen weiteren Coup investieren. Parker steht nicht so auf Überraschungen und lehnt ab. Das passt dem Rest der Gang nicht, und sie entledigen sich Parkers am Straßenrand, nachdem sie glauben, ihn getötet zu haben. Sie irrten. Mit reichlich Wut im Bauch und Power und in den Fäusten macht er sich auf, Rache zu üben. Überraschende Unterstützung erhält er dabei von der desillusionierten Immobilienmaklerin Leslie (Jennifer Lopez).
Julio Espin