Sommer auf dem Land

Komödie/Drama, Deutschland/Polen/Finnland 2011, 94 min

Was passiert, wenn ein erfolgreicher Konzertpianist durch einen Schicksalsschlag alle Lust am Leben verliert und plötzlich durch eine Kuh zu neuem Lebensmut gelangt? Richtig, zumindest der Pfarrer der polnischen Gemeinde würde ihn auffordern „nicht ums goldene Kalb zu tanzen“. Der durchschnittliche Kinobesucher würde das aber für eine ziemlich abwegige Geschichte halten.
Doch genau das kann man Radoslaw Wegrzyn mit seinem Film nicht vorwerfen. Zielstrebig entwickelt er die Geschichte seines tragischen Helden Bogdan, der als international gefeierter Konzertpianist nach dem Tod seiner Frau Iza der großen Bühne den Rücken kehrt und auf den beschaulichen Bauernhof seiner Mutter in ein kleines Dorf an der Ostsee zurückkehrt.
Der Alkohol löst seine Probleme nicht, so kann ihn seine Mutter bewegen, den maroden Hof zu renovieren und sich um die Stallarbeit zu kümmern. Darin findet Bogdan etwas Halt. Bis er eines Tages sein Erweckungserlebnis hat.
Die von ihm gekaufte Kuh entpuppt sich als musikalisch und holt ihn unerwartet ins Leben zurück. Eine Entwicklung beginnt, die seine Familie und Freunde fassungslos macht. Als Bogdan dann auch noch ein großes Dorffest veranstaltet, überschlagen sich die Ereignisse …
Die in Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ entstandene polnische Produktion ist ein wunderbarer tragikomischer Film über die Liebe, das Leben und das Loslassen. Getaucht in eine warme und herzliche Stimmung, erzählt der Film von den seltsamen Wegen, die das Leben manchmal nimmt, auf eine sehr humorvolle und augenzwinkernde Art.