Der letzte Exorzismus

Horror, USA 2010, 87 min

Wackelkamera, Fakedoku und angedeutete Spannung. Die Mittel sind nicht neu und haben das Horrorgenre um zwei wahnsinnig erfolgreiche Filme bereichert - »Blair Witch Project« und »Paranormal Activity«.
Nun schnappt sich Eli Roth (»Hostel«), ein guter Kumpel von Quentin Tarantino, den alten Stoff vom Exorzismus und bereitet ihn entsprechend auf. Roth produziert und der Deutsche Daniel Stamm inszeniert den Streifen, der geschickt Elemente aus William Friedkins Klassiker »Der Exorzist« mit pseudodokumentarischem Realismus kreuzt. Entstanden ist ein realistisch daherkommender Horrorfilm, der den Zuschauer auf eine falsche Fährte führt. Natürlich beglückt Roth das Publikum mit dem ein oder anderen sehr expliziten Schockeffekt.
Prediger Cotton Marcus (Patrick Fabian) verdient sein Geld als Exorzist. Dabei plagt den weit gereisten Prediger allerdings sein schlechtes Gewissen, denn die Teufelsaustreibungen sind reine Illusion, die seinen bibeltreuen Klienten die Dollars aus der Tasche ziehen. Doch damit soll nun Schluss sein. Noch einen „Exorzismus“ will Marcus ausführen, begleitet von einem Kamerateam, das den ganzen Schwindel dokumentieren und aufklären will. Doch es kommt natürlich völlig anders: Die scheinbar besessene Farmerstochter Nell (Ashley Bell), die er in einem kleinen Südstaaten-Kaff aufsucht, ist alles andere als eine Simulantin. Und als der Dämon in ihrem Körper beginnt, sein Unwesen zu treiben, scheint Marcus mit seinem Latein schnell am Ende…