Star Trek

Science-Fiction, USA 2009, 127 min

Ohh neeeee, nii ohnor Star Trek!!! So jetzt hamse doch noch unsre beliebte Weltraumreihe in den Prequelsumpf gezerrt. Heißt für alle Normaldenkenden und Ossis. Star Trek XI handelt, wer hätte das vor 43 Jahren gedacht, vor dem ersten Kinofilm und nun halten Sie sich fest, sogar vor der aller allerersten TV-Ausstrahlung im Jahre 1966. Heißt, wir erleben die uns ans Herz gewachsenen Charaktere wie Kirk, Spock, Scotty und Pille als junge Menschen, noch bevor sie sich mit der Enterprise in die unendlichen Weiten aufmachen. Doch zuvor wird erst einmal die U.S.S. Kelvin including Kirks Vater von dem Zeitreisenden Romulaner Nero plattgemacht. Dieses ungehobelte Benehmen bringt neben Leid und Ungemach blöderweise auch noch eine alternative Zeitlinie ins Spiel, in der Kirk ein Haudrauf in allen nur denkbaren Gassen ist. Trotz alledem gelingt es einem Captain Pike, Kirk doch noch auf den rechten Weg zu führen und der ehrenvollen und traditionsreichen Sternenflottenakademie beizutreten. Hier trifft er natürlich auf young Spock, den er aber erst auf den dritten Blick ganz gut leiden kann. Diese Animosität beruht offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Doch dann schmuggelt Pille die beiden Crosswise Heads (Querköpfe) auf die neue U.S.S. Enterprise, wo sie einen Angriff der Romulaner auf Spocks Heimatplaneten verhindern wollen. Dort kommt ihnen auch noch der „richtige“ alte Spock, also olle Nimoy aus der Zukunft zu Hilfe, und der Wahnsinn ist komplett. Hoffen wir also, dass der mit guten Absichten geführte Versuch von Regisseur J.J. Abrams nicht in die Filmhose geht und der Versuch der Weiterbelebung nicht in der gelben Filmtonne landet, in der bereits die Indiana Jones und Olsenbanden-Junioren vergammeln. Ansonsten können wir alle mal gespannt sein, ob vielleicht nicht noch irgendwer Gottfried Kolditzs »Im Staub der Sterne« aus der Klamottenkiste holt und uns ein wahrscheinlich vom MDR produziertes Sonstwasquel mit der 69-jährigen nackten Jana Brejchová im Schattentanz offeriert. WOW.
Ray van Zeschau