Ich bin die Andere

Drama, Deutschland 2006, 104 min

Der bekannte Fassbinder-Autor Peter Märtesheimer schrieb die Geschichte, Margarethe von Trotta führt Regie, Armin Müller-Stahl ist einer der wichtigsten Figuren im Film. An dieser Stelle dürfte für Freunde des anspruchsvollen Filmes feststehen, dass die Karte ungeachtet der Handlung so gut wie gekauft ist.
Es wird die dramatische Geschichte einer unmöglichen Liebe erzählt, von einem Machtdreieck, von Obsession, Leidenschaft, einer aufbrechenden gutbürgerlichen Fassade und gefährlichen Tiefen menschlichen Unterbewusstseins. Wunderbar.
In der Lobby eines schicken Frankfurter Hotels trifft der erfolgreiche Ingenieur Robert Fabry (August Diehl) auf Carlotta (Katja Riemann »Abgeschminkt«) Diese gibt sich gerade mit billiger blonder Perücke ein schrilles Wortgefecht mit einem Pagen. Robert gibt vor, sie zu kennen und verbringt eine aufregende Nacht mit ihr. Die Belohnung lässt die allerdings liegen. Am Morgen ist sie weg. Kurz darauf hat er einen Termin mit einer Anwältin Dr. Carolin Winter in einer renommierten Kanzlei. Ihm gegenüber sitzt die gleiche Frau, die sich nichts anmerken lässt. Fabry ist fasziniert, zerrissen, fährt zu seiner Freundin an den Starnberger See (der eigentlich der Ammersee ist) und eröffnet ihr, dass er sich für Carolin entscheidet. Er sucht und findet sie auf dem väterlichen Weingut. Der herrische Vater im Rollstuhl (Armin-Müller-Stahl »Die Manns«) stellt deutlich klar, dass er unerwünscht ist. Heimwärts betrinkt er sich gerade in einer Autobahnkaschemme, als Carlotta vor ihm steht. Dass sie seinen Heiratsantrag annimmt, wird für beide zur tödlichen Gefahr.
Bettina D. Schneider

Buch: Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich

Regie: Margarethe von Trotta

Darsteller: Katja Riemann, August Diehl, Armin Mueller-Stahl, Karin Dor, Barbara Auer, Bernadette Heerwagen, Dieter Laser, Peter Lerchbaumer

Kamera: Axel Block

Produktion: Clasart, Markus Zimmer

Bundesstart: 05.10.2006

Start in Dresden: 05.10.2006

FSK: ab 12 Jahren