Roll Bounce

Komödie/Drama, USA 2005, 112 min

Alter Schalter, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt, dass wir das noch erleben müssen. Saturday Night Fever auf Gummirollen. Nach der Basketballklamotte Like Mike bindet sich der kleine Rapper Bow Wow nun die Rollschuhe ans Bein und übernimmt in dieser 70er-Jahre- Schmonzette die Hauptrolle. Aha, in den 70ern war also in den Staaten gerade Rollschuhfahren angesagt. Wusst ich nich, oder kann sich jemand daran erinnern, wann er zum letzten Mal Rollschuh gefahren ist?
Ich schon. Das war in den 80ern. Da ist unsere Gang von der Marschnerstraße immer mit Rollschuhen durch den großen Garten in die Garde gefahren. Ich bin dann sogar noch mit den Dingern zur Arbeit gerollt. Auf Arbeit dann auch noch ein bisschen. JA JA, Ihr Wessis, das ging alles damals bei uns in der DeDeEr. Da hätte man Euch ganz fix mit Schichtverbot (Hartz O) bedacht. Wenn man aber davon ausgeht, dass ein Trend ca. 10 Jahre brauchte, bis er die sogenannte BRD erreicht hatte und dann nochmal 10 Jahre, bis dieser im Osten angekommen war, muss ich sagen, war unsere Gang äußerst hipp und ihrer Zeit geradezu voraus. Cool gab es da noch nicht. Aber eines haben meine Gang und ich nicht gemacht. Auf Rollschuhen zu tanzen. Eine Drehung bei voller Fahrt war noch drin, aber Tanzen? Wir hatten schon genug Ärger im Wohngebiet. Na, jedenfalls handelt der Film von einer Gang in den USA, die sich mit anderen tanzenden Rollschuhläufern unter der Discokugel messen wollen. Warum das Ganze? Klar, wegen der Weiber!
Schrecklicher Film, grauslige Moden und furchtbar schwule Musik von Bee Gees, K.C. and The Sunshine Band und Donna Summer. Liebe Wessis, lasst ja Eure Sinalco Cola und das gammelige Bonanza-Fahrrad im Keller! Danke.
Ray van Zeschau