Die Insel

Science-Fiction/Thriller, USA 2005

Der Film ist gut. Auch wenn er totaler Schnulli und Rotz wäre, wäre der Film gut… Und wissen Sie warum? Weil Steve Buscemi (sächs. Schtiv Buschkemie) mitspielt. Das heißt, prinzipiell jeder kann einen guten Film drehen, aber nur, wenn er es drauf hat, Steve Buscemi für seinen Film zu besorgen und auftreten zu lassen. »Max und Moritz reloaded« wäre der Megahammer geworden, allein durch Steve Buscemi. Der kostet nichmal sehr viel, manchmal reicht da ein Pitcher Heiniken im Blue Note. Allein die Ausgebufftheit des Regisseurs zählt. Wer erinnert sich da nicht gern an Steve Buscemis Auftritt im TJG in Volker Metzlers Inszenierung »Der Mann, der nach der Oma kam«? Grandios! Aber natürlich bringt auch Lichtschwertfuchtelmann Ewan McGregor Glanz in die ohnehin hochglänzende Filmhütte. »Die Insel« ist so ein moderner Mixmax aus Zeit- und Endzeitklassiker wie Fleisch und Soylent Green. Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) ist der Bewohner einer in sich abgeriegelten Fabrik, der wie wir Ossis vor ‘89 davon träumt, in den Westen fahren zu dürfen. Im Film ist allerdings eine Insel Traum der großen Verheißung …und Lincoln schafft es auf die Insel, doch schell findet er wie einst die CDU-Wähler der ersten Stunde heraus, dass seine Existenz so wie die der Insel auf einer blühenden Lüge basiert. Er und all die anderen Verarschten sind menschliche Klone, deren einziger Zweck es ist, für ein Original als Ersatzteilspender zu dienen. Als er das Alter erreicht hat, in dem er „ausgeweidet“ werden soll, bricht er mit der schmucken Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) aus der nicht ganz ungefährlichen Verarsche aus und…
Ich betone ausdrücklich, dass außer bei der eigenen Augenbrauenklonung bei Theo Waigel die CDU/CSU natürlich nicht so weit ging.