Lots Weib

Drama, DDR 1965, 106 min

Einen Gerichtsfall aufnehmend erzählt der Schwarz-Weiß-Film von Frau Lot, einer Lehrerin, die ihren Mann, einen Kapitän, nicht mehr liebt. Sie leidet an der Leere ihrer Ehe, die mittlerweile zur reinen Routine geworden ist. Er willigt aber in eine Scheidung nicht ein: vorwiegend aus Bequemlichkeit und wegen der zu erwartenden Vorhaltungen seiner Parteigruppe. Erst als sie zum letzten Mittel greift, einem Diebstahl, erlangt sie ihre Freiheit.
Dem Mann ist es aus gesellschaftlichen Gründen nicht mehr möglich, mit ihr - einer Diebin - verheiratet zu sein.
Egon Günthers erste Regiearbeit handelt von den Problemen der Befreiung der Frau und den gesellschaftlichen Normen und Schranken, die letztendlich zu einer verkrusteten Denkweise führen. Der Film brachte damals durch seine freche Erzählweise und den leichten Umgang mit schwerem Geschütz Erneuerung in die Filmlandschaft der DDR.