Old Men In New Cars

Kriminalkomödie, Dänemark 2002, 95 min

Der originale Titel »Gamle mænd i nye biler« gefällt mir wesentlich besser und klingt auch gleich, als hätte man sechs Tuborgs eingeatmet.
Frühestens seit der Olsenbruderschaft und spätestens seit »Nachtwache« wissen wir, dänische Filme sind einfach geil und kritiklos zu konsumieren, da gibt es nichts am Legostein zu rütteln. Eigentlich könnte ich hier auch aufhören zu schreiben, weil, der Film ist so gut, so dunkelhumorig, dass einem ganz schwarz vor Augen wird... na gut. »Old Men in New Cars« ist das lässige Prequel zur dänischen Herrengaunerkomödie »In China essen sie Hunde« (Hier auch, nur ist der kalt). Die gemeindegefährliche Herrenbande um Harald und die Gelegenheitsköche Peter und Martin, Gelegenheit macht nicht nur Köche, befreien Ludvig (Torkel Petersson - ich sach’s doch: sechs Tuborg), den außerehelich gezeugten Sohn von Haralds Ziehvater, Munken, aus dem Gefängnis, der sich mittlerweile prächtig zu einem fünffachen Frauenmörder entwickelt hat. Weil Munkens Leber nicht mehr so in Form war, wie sie der Herrgott ihm zur Verfügung gestellt hat, wollen die vier die Rattatten für eine Erneuerung durch ein paar gepflegte Bankrobberys zusammenkratzen. Harald hat aber noch nicht die Rechnung mit Balkanmafiaboss Ratko gemacht, der nicht nur seine Öre oder vielleicht auch Lewas wiedersehen will, sondern auch freundlicherweise einen Plan hat. Regisseur Lasse Spang Olsens wurde stilbildend für das Genre nordischer Gangsterspäße, die ihren Mangel an Spezialrambam und großen Ägdschonsequenzen durch skurrile Szenen, einhundertprozentig politisch unkorrektem Humor und ein gerüttelt Maß an Zynismus wettmachen. Auf die Plätze, fertig, los.