Tödliches Kommando - The Hurt Locker

Drama/Thriller, USA 2008, 134 min

Kathryn Bigelow, die mit »Blue Steel« und »Strange Days« zwei Klassiker zu nennende Filme schuf, wendet sich in ihrem neuesten Film sozusagen dem Olymp des Kriegsfilms zu. In den Mittelpunkt ihres grimmig-spannungsgeladenen Kriegsfilms stellt sie die Soldaten eines Bombenräumkommandos in Bagdad.
Bagdad während des Bürgerkrieges. Bigelow erzählt die Geschichte der Männer eines Bombenräumkommandos der US-Army. Diese werden dort eingesetzt, wo das Risiko im Kriegsalltag am größten ist. So was wie der gefährlichste Job der Welt. Als der Vorgesetzte von Sergeant JT Sanborn (Anthony Mackie) und Specialist Owen Eldridge (Brian Geraghty) im Einsatz stirbt, bekommt das Kommando einen neuen Anführer: Staff Sergeant William James (Jeremy Renner). Der ist ein typischer Einzelkämpfer, risikobereit und ohne Todesfurcht. Sanborn und Eldridge versuchen, ihren neuen Kommandanten zu kontrollieren, um ihr eigenes Leben zu schützen. Eine physische und psychische Grenzerfahrung inmitten der um sie herum explodierenden Stadt.
Besetzt ist der Film recht prominent, u. a. mit Ralph Fiennes, Jeremy Renner und Guy Pearce. Durch seine hyperrealistische und sehr geradlinige Sicht könnte der Film für Diskussionen sorgen. Denn der Film ist beunruhigend realistisch und bleibt ganz nah an den unerträglich scheinenden Machospielen der Männer. Dabei verzichtet Bigelow auf eine wertende Perspektive und erzeugt eine schlimme Beunruhigung, die aus dem Film (oder der von ihm geschilderten Realität) spricht.
„Bigelow macht aus der Kunst des Actionfilms so etwas wie visuelle Poesie für die Eingeweide“ (The New York Times).