Her Private Hell
„Wenn alle den Film lieben, haben wir etwas falsch gemacht. Wenn alle ihn hassen, haben wir auch etwas falsch gemacht.“ Nicolas Winding Refn ist ein Regisseur im klassischen Sinne. Jemand, der eine Idee hat, der dem Zuschauer etwas zeigen will. Damit er „sehen“ und nicht nur „schauen“ kann (danke Herr Schmitt). Begonnen hat die Karriere des Dänen mit der Filmreihe »Pusher«, 2008 kam dann der bizarre und deftige »Bronson« auf den Markt, mit »Walhalla Rising« wurde es spirituell und blutig und mit dem düsteren und wunderschönen amerikanischen Thriller »Drive« (2011) und Ryan Gosling in der Hauptrolle, war er in Hollywood angekommen. 2016 dann »The Neon Demon«, ein abstrakter, eigenwilliger Film, der sich in seiner Bildsprache nun auch in »Her Private Hell« fortsetzt. Die Welt wird als Mischung aus »Blade Runner«, »Drive« und surrealem Arthouse Kino beschrieben. Der Film spielt in einer futuristischen, stilisierten Neo-Tokyo-Metropole, die von Neonlicht, düsteren Schatten und einem mysteriösen, unheilvollen Nebel durchzogen ist.
Sophie Thatcher ist Elle, eine junge Schauspielerin, verfolgt von einem dämonischen Killer, die zweite Hauptfigur, Charles Melton ist Private K, auf der Suche nach Vergeltung. Dialoge sind sparsam und die Geschichte wechselt zwischen Mysterie, Horror, Action und Fantasy. Die spezielle Optik seiner Werke resultiert offenbar aus einer Farbenblindheit des Regisseurs, starken Kontrasten, scharfen Kanten und leuchtenden Objekten. Perfekt für den herbstlichen Kinoabend.
Pinselbube
Buch: Nicolas Winding Refn, Esti Giordani
Regie: Nicolas Winding Refn
Darsteller: Sophie Thatcher, Charles Melton, Dougray Scott, Kristine Froseth, Havana Rose Liu, Shiori Kutsuna
Kamera: Magnus Nordenhof Jønck
Musik: Pino Donaggio
Bundesstart: 12.11.2026
Start in Dresden: 12.11.2026