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Im Spiegel meiner Mutter

Drama, Deutschland 2026, 95 min

Ein Moor, das seine Toten nicht vergisst, eine Familie, die ihre Geheimnisse nicht loslässt. In dem Moment, in dem ihre Mutter stirbt, macht die erfolgreiche Archäologin Ursula Scheuner (Corinna Harfouch) bei Ausgrabungen eine sensationelle Entdeckung. Was eigentlich der Höhepunkt ihrer Karriere sein müsste, wird zum Bruch. Ursula gerät selbst in Verdacht, am Tod der Mutter mitschuldig zu sein. Sie muss sich Fragen stellen, denen sie jahrzehntelang ausgewichen ist. Zur beruflichen und familiären Krise gesellt sich eine dritte Unbekannte: Mel (Carla Juri), Ursulas Assistentin, deren Verhalten zunehmend rätselhaft wirkt. Sie scheint über Ursulas Vergangenheit weit mehr zu wissen, als sie zugibt, und stellt Fragen, die jemandem im Praktikum nicht zuzustehen scheinen. In Rückblenden überzeugt Hildegard Schmahl als verstorbene Mutter, deren stille, unnahbare Aura noch aus dem Grab heraus über der Geschichte liegt. Zwischen Ausgrabungsstätte und Familiengeschichte verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Erinnerung, Trauma und Deutung. Regisseurin Jutta Brückner, die mit Filmen wie »Hungerjahre« für ihren analytischen Blick auf weibliche Biografien bekannt wurde, inszeniert ihren Stoff als vielschichtiges Kammerspiel zwischen den Zeiten. Mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle entfaltet sich ein Psychodrama über Mutter-Tochter-Beziehungen, über das Verschweigen innerhalb von Familien, über die Frage, wie sehr die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt und die Schwierigkeit, dem Labyrinth aus Erinnerungen, Illusionen und Wahrheiten zu entkommen.
Grit Dora

Buch: Jutta Brückner

Regie: Jutta Brückner

Darsteller: Corinna Harfouch, Carla Juri, Hildegard Schmahl, Samuel Finzi, Nina Kunzendorf, Sebastian Schwarz

Kamera: Daniela Knapp

Musik: Maciej Sledziecki

Produktion: Coin Film

Bundesstart: 13.08.2026

Start in Dresden: 13.08.2026

FSK: ab 12 Jahren