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So klingt das Leben

Drama, Spanien 2025, 112 min

Ein Dorf an der galicischen Küste. Vor zwei Jahren versank ein Fischerboot, sieben Menschen starben. Seither ist die Gemeinschaft wie erstarrt. Nun versuchen einige, die Tradition der gemeinsamen Rondalla wieder aufleben zu lassen, das traditionelle „Rondallas“-Musikensemble wiederzubeleben und am jährlichen regionalen Musikwettbewerb teilzunehmen. Der Beginn ist mühsam, die Einwände so groß, wie die Zuversicht gering. Die 18-jährige Andrea (Judith Fernández) übernimmt schließlich im Andenken an ihren Vater, die Leitung, mischt klassische Instrumente mit modernen Songs, stößt auf Skepsis und auf verborgene Sehnsüchte und schließlich Anerkennung. Die Dorfbewohner finden nicht nur den richtigen Takt, sondern auch Wege, ihre Schmerz zu kanalisieren. Durch die gemeinsamen Proben findet die Gemeinschaft wieder zusammen. Ein gut aufgelegtes Ensemble spielt sich mit Verve durch Resttrauer, amüsante Konflikte und allerlei Liebeleien. Trockener Humor lockert die Geschichte gekonnt auf. Und der Soundtrack sorgt schlussendlich für nahezu ausgelassene Stimmung.
Regisseur Daniel Sánchez Arévalo wird gern als verheißungsvollster spanischer Regisseur seit Almodovar bezeichnet. Für seine Kurzfilme erhielt er mehrere Goya-Nominierungen und für seinen ersten Spielfilm »Dunkelblaufastschwarz« 2007 den Goya für die beste Nachwuchsregie. Sein Kino ist das des choralen Erzählens, der vielen Stimmen, des Humors als Haltung gegenüber dem Schmerz. »So klingt das Leben« (Originaltitel: »Rondallas«) feierte seine Weltpremiere beim Filmfestival San Sebastián 2025. Mitreißendes Feelgood-Kino.
Grit Dora