Sunny Dancer
Auf der diesjährigen Berlinale fiel auf dem roten Teppich die gut gelaunte Crew des Coming-of-Age-Films »Sunny Dancer« auf. Der selbst gerade erst 26-jährige Regisseur George Jaques schuf mit viel Herz und Freude einen Krebs-Film, der gleichzeitig gute Laune verbreiten und zu Tränen rühren kann. Die 17-jährige Ivy (Bella Ramsey) hat es satt, dass sie als das Mädchen angesehen wird, das den Krebs überlebt hat. Sie zieht sich mehr und mehr zurück, so dass ihre Eltern ((Jessica Gunning und James Norton) beschließen, sie aus dem Schneckenhaus locken zu müssen und in ein Sommerlager zu schicken. Das von Patrick (Neil Patrick Harris) geleitete Chemo-Camp ist eine Anlaufstelle vieler Jugendlicher, die auch jedes Jahr wiederkommen, weil es ein Ort ist, an dem sie nicht ständig erklären müssen, was sie durchgemacht haben. Für sie überraschend schnell findet Ivy Anschluss und eine Clique, mit der sie von nun an durch dick und dünn geht. Der Regisseur Jaques (»Black Dog«) schrieb das Drehbuch zu dieser Dramödie selber. Nach Bekunden der ganzen Crew und des Casts überträgt er seine eigene Energie und Witz auf den Film, dessen Kern ein ernstes, düsteres Thema ist. Hinzu kommt eine grandiose Besetzung - allen voran Bella Ramsay (»The Last of Us«), die Ivy mit der richtigen Mischung aus Bockigkeit und Verletzlichkeit verkörpert. Die optimistische Botschaft - dass man nicht aufhören darf, das Leben auch zu genießen - trägt der Film wie ein Schutzschild vor sich her und schafft es sogar, dass sich die schmerzhaften Momente positiv anfühlen. So ist »Sunny Dancer« gelungene Unterhaltung und schneidet Themen an, über die man selten spricht und die in Filmen meistens nur in düsteren Dramen behandelt werden.
Doreen
Buch: George Jaques
Regie: George Jaques
Darsteller: Bella Ramsey, Neil Patrick Harris, Earl Cave, Conrad Khan, Jasmine Elcock, Ruby Stokes
Kamera: Oliver Loncraine
Musik: Phil Canning
Bundesstart: 13.08.2026
Start in Dresden: 13.08.2026
FSK: ab 12 Jahren