Robin Hood Gardens

Dokumentation, Deutschland 2022, 90 min

Der Dokumentarfilm vom »Bowling-Treff«-Team Dorschner/Beyer ist erneut eine Zeitreise: Er erkundet die Geschichte einer Wohnanlage von Alison und Peter Smithson im Londoner Osten. 1972 sollte sie der erschöpften Nachkriegsmoderne ein humaneres und großzügigeres Wohnen entgegensetzen. New Brutalism hieß das damals, von brut frz. = roh. 2017 wurden dann große Teile abgerissen. Der Film erzählt von 40 Jahren Aufbruch und Widersprüchen, sozialem Anspruch und Brennpunkt, von Communities und Stadtpolitik.

Der 90-minütige Film nimmt die ZuschauerInnen mit auf eine Zeitreise zurück in das London der 70er Jahre, wo nach dem Schock des Krieges eine euphorische Aufbruchstimmung auch die Architektur erfasste. ArchitektInnen wie Alison & Peter Smithson wollten mit Projekten wie den „Robin Hood Gardens“ einer neuen, modernen Gesellschaft Räume zum Leben bauen und gleichzeitig der abstrakten Moderne mit „as found“ eine humane, auf den Menschen ausgerichtete Architektur entgegensetzen. Gemeinsam mit der Fotografin Hélène Binet erkundet der Film den spezifischen Raum der Robin Hood Gardens kurz vor dem Abriss im Jahr 2017.
»Robin Hood Gardens« befragt BewohnerInnen, thematisiert die Wiedersprüche und Komplexität der modernen Architektur und ihrer Implikationen in unsere Gesellschaft. Es ist eine Suche nach den Gründen für das Scheitern und nach dem Kern der Ideen der Smithsons. Der Dokumentarfilm stellt aber auch die Frage, was wir aus der Vergangenheit für ein besseres Leben in unseren Städten der Zukunft lernen können.

Regie: Thomas Beyer, Adrian Dorschner

Bundesstart:

Start in Dresden: