Dead or Alive

Action/Abenteuer, Deutschland/Großbritannien 2006, 86 min

Was sollte man alles mitbringen, um aus diesem Film lebendig herauszukommen? Höchstens eine Konsole. Alles andere kann man getrost zu Hause lassen. Interessant dürfte die leinwandgerechte Umsetzung des Wrestling, Zui Ba Xian Quan und She Quan werden. Ebenso die des Keii-Ken und Xinyi Liuhe Quan. Aber ob »DOA« deswegen einen ähnlichen Charme und auch nur eine annähernd starke Popularität entwickeln wird wie bei den PlayStation-Jüngern, muss sich erst noch erweisen. Da seien die Village People davor. Rein äußerlich macht der Film einige seiner Nachteile gleich wieder wett. Wo bislang pubertierende Jungs am Menüpunkt „Bouncing Breast“ hängen blieben, weil sich hier die Brüste in erschreckender und zugleich erregender Art und Weise bewegen ließen, noch dazu völlig ohne Rücksicht auf simpelste physikalische Gesetze, da müssen die Zuschauer nunmehr mit den recht überschaubaren Körbchengrößen vorliebnehmen. Schlimmer noch, die Kamera ist niemals dort, wo sie hätte sein können. Und wenn, dann immer zu spät. Dafür entschädigt das berauschende Gefühl von Kill Bill mal Fünfhundert. (»Kill Bill« ist ein Kinofilm). Einer, der ohne Pi Qua Quan, Karate, Jeet Kune Do, Ninjutsu, Baji Quan, T´ai Chi Quan, Combat Sambo, Tengu-Do oder gar Thai-Boxing auskommt, was ihn ja quasi nachträglich noch zu einem Langweiler stempelt. Diese langersehnte und heißumworbene Realfilmkonsole bietet definitiv mehr Brüste, als Tarantino jemals im Leben sah, in jedem kleinen Finger mehr Action und Megapower als Supermen, Spidermen, X-men, Z-men und U-men zusammen. Und es ist auch egal, ob tot oder lebendig, du kommst in jedem Fall aufs nächste Level.