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Meine Zeit mit Cézanne

Drama/Komödie, Frankreich 2016, 114 min

Einst sagte Paul Cézanne (Guillaume Gallienne) zu Émile Zola (Guillaume Canet): „Ich würde gern so malen, wie du schreibst."" Nicht ahnend, dass er seine lebenslange Freundschaft zu dem Autor wegen eines seiner Bücher für immer begraben würde. In Aix-en-Provence nannte man sie Anfang der 1850er Jahre die Unzertrennlichen, als sie Gedichte verfassten, in der Arc schwammen und neugierig die Welt um sich herum aufsogen. Begabt waren beide, und während Émile aus armen Verhältnissen stammte, galt Paul wegen der Bankgeschäfte seines Vaters eher als wohlhabend. Vielleicht zog es Zola deswegen eher nach Paris, wo er inmitten aufstrebender, junger Künstler besser seine Herkunft vergessen machen konnte. Cézanne gelang dies, nachdem er Zola in die Hauptstadt folgte, nicht. Im Gegenteil, immer würde er das Land, noch dazu die Provence, der Enge einer Großstadt vorziehen. Weil man nur ""draußen wahrhaft malen kann"" und weil es in seinen Bildern so etwas wie einen Parallelkosmos zu geben scheint. Neben der wahren Natur… Bis zu dieser Erkenntnis wandern die beiden Männer allerdings noch gemeinsam durch manchen Künstlerkreis, hungern für Farben oder Tinte und lieben dieselben Frauen… Mit zunehmendem Alter kann Cézanne die Pariser Künstler immer weniger ausstehen, und so ist er auch nicht bekümmert wegen des ausbleibenden Ruhmes. Was er braucht, findet er unter freiem Himmel. Sein Freund Zola dagegen hält ihn für gescheitert und packt sein Missverständnis zwischen zwei Buchdeckel. Hier endet seine Zeit mit Cézanne.
Alpa Kino