Das Leben ist zu lang

Drama, Deutschland 2010, 86 min

Ganz tief in die Widrigkeiten des modernen Lebens taucht Dani Levy mit seiner neuen Komödie ein. In deren Mittelpunkt steht Alfi Seliger (Markus Hering) mit seinem turbulenten Leben. Der jüdische Filmemacher, Hypochonder und Familienvater steckt bis zum Hals in Problemen. Denn keine Krise ist so verhängnisvoll, überwältigend und ungerecht wie die von Alfi Seliger.
Sein neues Filmprojekt stößt nur schwer auf Gegenliebe, seine pubertierenden Kinder Romy und Alain finden ihn lächerlich, seine Ehefrau Helena (Meret Becker) wäre froh, sie fände ihn nur lächerlich und seine Bank geht mit seinen Anlagen insolvent. Was als kleiner Lichtblick beginnt, wird zur extremen Nervenbelastung. Natasha (Veronica Ferres), die spielwütige Gattin des Produzentenmoguls (Hans Hollmann), stellt ihm genauso nach wie der einstige deutsche Weltschauspieler Georg Maria Stahl (Gottfried John).
Immer tiefer gerät Alfi in ein Netz von Verschwörungen. Aus Freund wird Feind, aus Hoffnung wird Paranoia und als ihm selbst sein Psychiater rät, seinem Leben ein Ende zu machen, versucht Alfi Seliger einen theatralischen Abgang.
Aber wie es sich für einen geborenen „Nebbich“ („armes Ding, armer Kerl“ Entlehnung aus dem Westjiddischen) gehört, misslingt ihm selbst das - er überlebt sein Koma und erwacht nur scheinbar in seinem alten Leben…
Das Ganze ist super prominent bis in die Nebenrollen besetzt - so irritiert Kurt Krömer als weinerlicher Bankfuzzi, gibt Gottfried John den einstigen deutschen Weltschauspieler Georg Maria Stahl und verblüfft Heino Ferch als Prof. Mohr.