Dieses schöne Scheißleben

Dokumentation, Deutschland 2014, 90 min

Der Film beschreibt das Leben der Mariachi, der mexikanischen Straßenmusiker. Ein hartes Geschäft, besonders für Frauen. Dokumentarfilm von Doris Dörrie.
Enge Hosen, Sombrero und Cowboyhut. Die Mariachi gehören zum typischen Straßenbild Mexikos. Besonders am Plaza Garibaldi in der 19 Millionen-Einwohner-Metropole. Mariachi ist nicht nur Musik und mexikanische Kultur sondern auch ein Lebensstil, der aus der Welt einer Macho-Perspektive gezeigt wird. Sie sind ein Klischee und gleichzeitig ein wahrhaftiger Ausdruck der mexikanischen Seele. Frauen haben in dieser Welt nichts verloren. Es geht um Liebe, um Tod und die Dinge dazwischen. Jeder, so sagen die Mariachi, braucht ein Lied. Um das Leben zu feiern, um Traurigkeit und Verzweiflung zu teilen. Sie sind der Überzeugung, dass man einfach weitersingen muss, dann wird alles gut. In Zeiten eines unvorstellbar grausamen Drogenkrieges mehr als zuvor.
Und trotz alledem gibt es Frauen, die sich für dieses Leben entscheiden. Mit leidenschaftlicher Hingabe suchen sie nicht nur ihr persönliches Glück, sondern versuchen auch die Grenzen der mexikanischen Machogesellschaft zu überwinden, die in vielen Bereichen von Armut und Kriminalität geprägt ist.
Vor dem Hintergrund des „Dia de los Muertos“, des farbenfrohen und oft bizarren Totenfestes, begleitet Doris Dörrie zwei Musikerinnen eingehender, die 28-jährige Lupita und die 55-jährige und erfahrene Raquel und ihre Musikerkollegen.
Eine musikalische Liebeserklärung von Doris Dörrie an Mexiko, die Stärke der Frauen und die Kraft der Musik.
BSC